Vater, Mutter, 60 Kinder

Wie kann das funktionieren? 60 Kinder! Das wäre wohl die größte Familie der Welt. Gibt es das wirklich?

Bitte nehmen Sie sich ein paar Minuten Zeit und sehen Sie sich einmal dieses bewegende kleine Video über ein Ehepaar an, das keine eigenen Kinder bekommen konnte und deshalb Kinder adoptiert hat: erst eins, dann ein zweites, ein drittes… und irgendwann waren es 60.

Bogdanow-Bielski und die Kinder

„Kinder haben mich immer fasziniert; ich habe ihnen mein Leben gewidmet und tue es noch immer.“

Der russische Maler Nikolaj Bogdanow-Bielski schenkte uns – neben Portraits bekannter und weniger bekannter Personen – beeindruckende Bilder vom Leben der einfachen Menschen auf dem Land. Besonders gern malte er Kinder. In der Schule, in der Natur, und oft beim Lesen. Einige dieser Bilder von lesenden Kindern sehen Sie hier:

Lesende MädchenWas diese drei Landschönheiten hier so interessiert betrachten, scheint ein Mode-Katalog oder eine Illustrierte für die elegante Dame zu sein, die die neuesten Trends aus Paris nicht verpassen will. Ob die Drei diese feine Welt jemals wirklich kennengelernt haben? Was wohl aus ihnen und ihren Träumen geworden ist…

Bücherfreunde

Erzieherinnen haben manchmal den Eindruck, das Lesen sei eher etwas für Mädchen. Das mag in größeren, geschlechtsgemischten Gruppen tatsächlich oft so scheinen. Es geht aber auch anders. Dieses Bild ist der Beweis.

Lesen im Lampenschein

„Kindchen, du verdirbst dir noch mal die Augen“, hat die Babuschka diesem Mädchen vielleicht schon oft gesagt. Aber was kann es schöneres geben, als abends nach getaner Arbeit einfach nur zu sitzen und zu lesen?

Stellen Sie sich vor, eine solche Szene würden Sie heute plötzlich in Echtigkeit sehen. Man möchte weinen vor Glück.

MärchenDieses Bild hier finden Sie möglicherweise beinahe fast zu idyllisch, vielleicht sogar kitschig. Aber schön ist es doch. Oder?

Der Titel ist „Ein neues Märchen“.

Wie?
Keine Play-Station? Kein Smartphone? Kein Big Mac?
Keine Cola?
Keine Chips?
Kein Fernsehen?

Geht das?
Sieht fast so aus.

Russische Militärintervention gibt den Christen neue Hoffnung

RT Deutsch am 22.10.15

Syrische Christen sehen die Russen als Befreier. Von dem IS werden sie gejagt, von Assad beschützt. Russlands gezielter Kampf gegen den IS-Terror stabilisiert den syrischen Staat und rettet religiöse Minderheiten vor der Verfolgung, so der fast einhellige Tenor der christlichen Kirchenführer in Syrien.

Der Erzbischof von Aleppo und geistlicher Führer von zwei Millionen syrischen Christen, Jean-Clément Jeanbart, bezieht im Schweizer Fernsehen klare Position:

„Die russische Militärintervention gibt den Christen Syriens neue Hoffnung.“

Er sieht in dem Eingreifen Moskaus „endlich“ einen konsequenten Kampf gegen den Islamischen Staat:

„Wladimir Putin hilft der Sache der Christen, er hilft ihnen heraus aus einer zuvor unentwirrbaren Situation.“

Das russische Vorgehen in Syrien weckt bei den syrischen Christen die Hoffnung auf ein baldiges Ende der IS-Massaker. Erzbischof Jeanbart betont, ohne Assad sei der Syrienkonflikt nicht zu lösen. Man müsse ihm die Möglichkeit geben, politische Reformen umzusetzen. Die syrischen Christen fürchten nichts mehr, als den Sturz Assads.

Laut einem Bericht der Frankfurter Rundschau „sorgen solche Äußerungen regelmäßig für Irritationen“ bei „westlichen Christen“. Auf einer Veranstaltung der Katholischen Akademie in Hamburg kam es der FR zufolge vor drei Jahren sogar zu einem offenen Tumult, als der syrisch-orthodoxe Erzbischof von Aleppo, Mor Gregorios Yohanna Ibrahim, erklärte, die Christen und andere Minderheiten würden von der Regierung Assad toleriert und nicht verfolgt. „Ich bezweifle, dass mir irgendjemand ein Beispiel für ein Land nennen kann, in dem eine größere religiöse Toleranz herrscht als in Syrien“, so das geistliche Oberhaupt 2012 in Hamburg.

Durch das gebündelte Vorgehen der syrischen und russischen Streitkräfte werden die von Saudi-Arabien, Katar und der Türkei finanzierten islamistischen Terrormilizen erstmals erfolgreich zurückgedrängt. Die Islamisten jagen und töten gezielt Christen und zahlreiche andere religiöse Minderheiten, die in ihren Augen Ungläubige und Gotteslästerer darstellen.

via Christliches Oberhaupt in Syrien: „Russische Militärintervention gibt den Christen neue Hoffnung“ | RT Deutsch.

Lesen im Garten

Lesen im Garten

Oft sind es wohl die „kleinen“ Sehnsüchte, die uns helfen, die tägliche Plackerei zu ertragen. Was möchte ich tun, wenn der Sommer da ist, wenn die harten Arbeitswochen einmal unterbrochen werden, wenn ich, noch ganz benommen, aus dem scheinbar ewig sich drehenden Hamsterrad heraustrete und – tatsächlich? – ich kann es noch kaum glauben – ein paar Stunden für mich selbst finden werde? Im Garten sitzen und lesen!

Oasen des Glücks, so nahe können sie liegen. Aber ach, wie schwer ist es oft, sie zu betreten, wie mühselig, zu ihnen durchzudringen! Die kleine Flamme der Hoffnung aber brennt weiter und die Sehnsucht stirbt niemals ganz.

Und irgendwann, irgendwann ist es einmal so weit: Die Sonne lächelt so freundlich und warm, nur ein paar sanfte Federwölkchen hier und da. Der Wind ist keiner, nur ein Lüftchen, das nicht weht, sondern streichelt.

Die dringendsten Arbeiten sind erledigt. Das Geschirr kann warten. Die Katzen sind abgefüttert und die Kinder irgendwo weit weg deponiert oder besser: gar nicht vorhanden. Der Partner? Die Partnerin? Egal. Hauptsache nicht hier. Das Handy ist ausgeschaltet. Die Post war schon da. Die Wespen sind mit dem Fallobst im Nachbargarten beschäftigt. Jetzt: Endlich, endlich allein. Niemand kann mir in meine Gedanken brüllen, niemand mich tadeln für meinen Genuß.

Und dann, dann… sitzen, einfach nur sitzen, neben Rosen vielleicht, und lesen. Ein großer Roman oder ein Groschenheftchen, die Biographie eines Malers aus dem 19. Jahrhundert, ein Gedichtband oder Winnetou… Nur sitzen und lesen. Wie schön, wie schön, wie schön! Und spüren, wie die Entspannung kommt und dieses tiefe, so schwer zu beschreibende Glücksgefühl, das nach einer halben Stunde Körper und Seele völlig durchdringt und leise hellblau in mir flüstert: Das Leben ist schön.

Noch ist Sommer. Noch ist Zeit. Noch ist es möglich. Zwei, drei Stunden im Paradies. Lesen im Garten.

Das Bild oben haben wir dem russischen Maler Nikolaj Bogdanow-Bielski zu verdanken. Geboren am 8. Dezember 1868 in einem kleinen Dorf im Oblast Smolensk, gestorben am 19. Februar 1945 in Berlin. Er ruht auf dem russisch-orthodoxen Friedhof in Berlin-Tegel. Falls Sie da mal sind: Legen Sie gern eine Rose auf sein Grab.

Zur Feier des Tages

Vor 70 Jahren endete für Europa der Zweite Weltkrieg mit dem Sieg über das nationalsozialistische Deutschland. Den größten und entscheidenden Anteil an diesem Sieg hatte die Sowjetunion. Ihre Völker waren es auch, die die meisten Opfer durch diesen Krieg zu erleiden hatten. Schätzungsweise 25 Millionen Bürger der Sowjetunion haben dadurch ihr Leben verloren. Wenn in diesem Jahr wie an jedem 9. Mai der „Tag des Sieges“ gefeiert wird, dann gedenken die Menschen in Rußland und anderen Ländern der ehemaligen Sowjetunion nicht nur eines der bedeutendsten Ereignisse des 20. Jahrhunderts, sondern ehren ihre eigenen Verwandten und Freunde, die ihr Leben für die Verteidigung ihrer Heimat und die Niederschlagung des Faschismus eingesetzt haben.

Eine besondere Bedeutung bekommen die Feierlichkeiten in diesem Jahr zunächst natürlich dadurch, daß es ein „runder“ Jahrestag ist und daß die meisten der noch lebenden Veteranen den 80. Jahrestag in zehn Jahren wohl nicht mehr erleben werden. Zusätzlich aber ist dieser 9. Mai auch deshalb nicht wie in jedem anderen Jahr, weil wir jetzt sehen müssen, wie faschistisches Gedankengut in Europa, besonders deutlich zur Zeit in der Ukraine, um sich greift und daß es außerdem ganz offensichtlich einflußreiche Kräfte gibt, die sich beständig darum zu bemühen scheinen, Rußland in einen neuen Krieg zu zerren.

Deshalb ist es gut, die Gelegenheit zu nutzen, sich daran zu erinnern, welche Opfer die Bürger der UdSSR auf sich genommen haben, um die Welt – so gut es eben ging – vom Faschismus zu befreien. Daß sie auf der anderen Seite auch unter dem Stalinismus zu leiden hatten, ist natürlich kein Grund, die Verbrechen der Nazis zu verharmlosen, sondern sollte diesem Tag sogar noch mehr Bedeutung geben.

Sicher haben Sie von der Gruppe russischer Motorradfahrer gelesen, die anläßlich dieses Tages durch mehrere Länder fahren und an verschiedenen Gedenkstätten die Opfer dieses Kampfes gegen Hitler-Deutschland ehren wollten und von denen einige heute (hoffentlich) auch in Berlin ankommen. Unsere Bundesregierung hat sich ja diesbezüglich unglaublich albern verhalten und versucht, eine Einreise dieser sogenannten „Nachtwölfe“ zu verhindern, indem sie vorher erteilte Visa wieder für ungültig erklärte, so daß nur ein Teil der Gruppe in Deutschland angekommen ist. Man hat seitens „unserer“ Presse auch gleich die Gelegenheit ausgenutzt, um gegen Rußland und die Russen zu hetzen.

Gerade deshalb von mir an alle, die heute in Rußland, in Deutschland und anderswo den „Tag des Sieges“ feiern: Ich gratuliere Ihnen dazu von Herzen und wünsche Ihnen Glück und Gesundheit und einen friedlichen Himmel über Ihren Köpfen.

Und hier noch etwas Musik. Die russische Nationalhymne, vielleicht die schönste Nationalhymne der Welt:

Zum Tag der Deutschen Einheit

Heute feiert Deutschland die Wiedervereinigung. Die zentralen Festivitäten finden ganz in meiner Nähe, nämlich in Hannover, statt. Die Kanzlerin, der Bundespräsident und viele andere sind da und halten schöne Reden, und die gute alte gesamtdeutsche Sonne bullert gülden von einem festlich blank geputzten Himmel. Die meisten Menschen in unserem Land genießen einen arbeitsfreien Tag. Gute Laune von der Ostsee bis zu den Alpen.

In diesem Jahr hat in Europa eine andere Wiedervereinigung stattgefunden: Die Republik Krim ist zu Rußland zurückgekehrt. Darüber können sich die deutschen Spitzenpolitiker allerdings nicht so recht freuen. Stattdessen reden sie immer wieder von einer „Annexion“ und haben Sanktionen gegen Rußland verhängt. Und viele Bürger in unserem Land finden die Reaktion unserer Politiker völlig in Ordnung.

Daß Nikita Chruschtschow, der Parteichef der KPdSU, 1954 dafür gesorgt hat, daß die Krim nicht mehr zu Rußland, sondern zur Ukraine gehörte, war ein wahrscheinlich illegaler Vorgang, der aber zur Zeit von unserer Regierung für richtig und gültig gehalten wird. Die Entscheidung der Bevölkerung der Krim, wieder zu Rußland zu gehören, wird dagegen von unserer Regierung nicht akzeptiert. Der Wille eines einzelnen Sowjet-Führers bedeutet Deutschland mehr als der Wille des Volkes? Paßt gut zum Tag der Deutschen Einheit, oder?

Nehmen wir einmal an, Chruschtschow wäre damals nicht auf die Idee gekommen, die Krim der Ukraine zuzuschlagen, sondern sie wäre weiterhin russisch geblieben. Und nehmen wir weiter an, die Bevölkerung der Krim hätte im Frühjahr 2014 entschieden, sich von Rußland zu trennen und sich der Ukraine anzuschließen: Hätte dann unsere Bundesregierung der Ukraine eine „Annexion“ der Krim vorgeworfen? Hätte man Sanktionen gegen die ukrainische Führung beschlossen und sich auf die Seite Rußlands gestellt?

Wenn das Referendum in Schottland ein anderes Ergebnis gebracht hätte und Schottland sich von „Rest-Britannien“ gelöst hätte, um mit der Republik Irland einen gemeinsamen Staat zu bilden: Hätte Frau Merkel den Iren eine „Annexion“ Schottlands vorgeworfen und sie mit Sanktionen bestraft?

Übrigens: Hat es eigentlich ein Referendum gegeben, als die DDR von der alten BRD „annektiert“ wurde?

Die Krim gehört zu Rußland. Frau Merkel wird sich daran gewöhnen. Freuen Sie sich mit!

Hier ein kleiner, fröhlicher Film von der Krim:

Gute Seiten – schlechte Seiten

Heute möchte ich Ihnen drei kurze Geschichten erzählen. Nur eine davon ist wahr. Ob Sie wohl erraten, welche es ist?


Geschichte Nr. 1

Eine Tagesmutter berichtete neulich in einem unserer Aufbaukurse:

Sie betreut drei Kinder. Zwei davon sind vergleichsweise ältere Jungen, die seit Monaten das dritte Kind, das kleiner und jünger ist, immer wieder ärgern, indem sie ihm Spielzeug wegnehmen, es schubsen, schlagen und beleidigen. Außer durch ihre Rücksichtslosigkeit und Gehässigkeit fallen sie dadurch auf, daß sie es mit der Wahrheit nicht so genau nehmen. Schon oft ist die Tagesmutter von ihnen belogen worden. Sie scheinen wenig Mitleid zu haben, und offensichtlich fehlt ihnen jedes Unrechtsbewußtsein, obwohl sie beide schon sechs Jahre alt sind.

Vor kurzem haben sie dem kleineren Kind wieder etwas zerstört, das es mühsam aufgebaut hatte. Außerdem hatte es eine Wunde im Gesicht und blutete. Die Tagesmutter hatte einen Teil des Geschehens aus dem Nebenraum beobachtet, war aber mit anderen Dingen so beschäftigt, daß sie nicht eingegriffen hat.

Sie befragte daraufhin die beiden großen Jungen getrennt von dem dritten Kind. Sie erzählten ihr, daß das kleinere Kind niederträchtig und grausam sei, daß es geplant habe, viele der Spielzeuge im Kinderzimmer zu stehlen und mit nach Hause zu nehmen. Im übrigen habe es selbstverständlich so wie immer den Streit angefangen.

Die Tagesmutter hörte sich diese und ähnliche Erklärungen der beiden großen Jungen immer wieder an. Fast jeden Tag kamen neue Behauptungen über das angebliche aggressive Verhalten des kleineren Kindes und seine schlechten Charaktereigenschaften hinzu. Das kleinere Kind selbst wurde von der Tagesmutter nur ganz kurz angehört und dann streng getadelt. Die beiden Jungen wurden von der Tagesmutter dafür gelobt, daß sie sich gewehrt haben. Sie forderte sie auf, sich auch in Zukunft von dem kleineren Kind nichts gefallen zu lassen.

Als die Tagesmutter das in unserem Seminar erzählt hatte, wurde sie von den anderen Teilnehmerinnen für ihr gutes Verhalten beglückwünscht.


Geschichte Nr. 2

Ich bin seit mehreren Jahren mit einem Ehepaar befreundet, dessen Beziehung leider nicht immer spannungsfrei war. Genauer gesagt gab es ziemlich oft nicht nur Streit, sondern auch tätliche Auseinandersetzungen. Die Frau konnte gelegentlich kompliziert sein, aber – ehrlich gesagt – lag das Problem eindeutig bei dem Mann. Er hat seine Frau wiederholt verprügelt und auch mehrmals mit anderen Frauen betrogen. Sein Verhalten war wirklich egoistisch. Von Freunden habe ich immer wieder gehört, daß er seine Frau nur wegen des Geldes geheiratet hat, daß er sie benutzt und belügt. Ich habe mich oft gefragt, warum sie ihn nicht verlassen hat und woher sie die Kraft nahm, ihm immer wieder zu verzeihen.

Vor einigen Monaten gab es einen ziemlich großen Krach. Diesmal hatte er es wirklich übertrieben. Die Details will ich ihnen ersparen, denn sie sind nicht sehr appetitlich. Jedenfalls hat die Frau ihn dann doch verlassen und ist zu ihrer Mutter gezogen.

Vor kurzem saß ich mit dem Mann zusammen über einem Glas Rotwein. Er berichtete mir ungefragt, was in seiner Ehe vorgefallen war und sagte mir, seine Frau sei verlogen und egoistisch und er wäre gezwungen gewesen, sich vor ihr zu schützen, weil sie ganz sicher vorgehabt hätte, ihn zu verprügeln oder sogar zu ermorden, sich das Haus unter den Nagel zu reißen und mit einem anderen Mann dort zu leben. Was er getan hat, war nach seiner Darstellung eine Art „Präventivschlag“.

Selbstverständlich habe ich ihm sofort geglaubt. Den Kontakt zu seiner Frau habe ich beendet. Als sie neulich anrief, habe ich schnell den Hörer aufgelegt, denn ihre Lügen wollte ich mir nun wirklich nicht anhören.


Geschichte Nr. 3

In der Ukraine findet mit Unterstützung der USA und der EU ein gewaltsamer Umsturz statt, wodurch die demokratisch gewählte Regierung durch ein Regime ersetzt wird, das zum Teil aus extremen Nationalisten der widerlichsten Sorte besteht und kurz nach Machtantritt wichtige demokratische Rechte einschränkt und politische Gegner mit großer Rücksichtslosigkeit und auch mit Gewalt bekämpft.

Einige Teile des Landes sind mit dem Putsch in Kiew nicht einverstanden, die autonome Republik Krim trennt sich von der Ukraine und schließt sich der Russischen Föderation an, die Ost-Ukraine um Donezk und Lugansk fordert eine Föderalisierung.

Die Regierung beginnt eine „Anti-Terror-Operation“: Sie entsendet das Militär, das zusammen mit der „Nationalgarde“ und einigen „Freiwilligen-Battaillonen“ Städte und Dörfer mit schwerer Artillerie, auch mit Merhrfachraketenwerfern, also „zielungenauen“ Waffen, beschießt und dabei viele hunderte von unbeteiligten Zivilisten tötet. Über eine Million Menschen fliehen aus ihren Wohngebieten, mehr als 800.000 von ihnen nach Rußland.

Die Stadt Lugansk wird weitgehend von der Wasser- und Stromversorgung abgeschnitten. Die Einwohner leiden sehr unter der Blockade durch die ukrainischen Truppen und den täglichen Bombardements. Der „Westen“ unterstützt die „Anti-Terror-Operation“. Rußland liefert Hilfsgüter an die notleidende Bevölkerung.

Die Regierung in Kiew erfindet immer wieder neue Lügen und verbreitet die haarsträubendsten Behauptungen, die sich zwar allesamt nicht belegen lassen, aber dennoch eine gewisse Auswirkung auf die Wahrnehmung im Westen haben. Den Verteidigern, also den Gegnern des Putsches und Befürwortern des Föderalismus bzw. einer Autonomie der südöstlichen Gebiete der Ukraine, gelingt es, die Kiewer Truppen zurückzudrängen, worauf Machthaber Poroschenko sich zu einem Waffenstillstand und zu Verhandlungen bewegen läßt.

Die USA und die EU bestrafen Rußland mit Sanktionen, die westliche Presse schildert Präsident Putin als Aggressor, der sich nicht an die Spielregeln hält und gestoppt werden muß, damit er nicht auch noch andere Nachbarländer überfällt.


Nicht erst seit der „Ukraine-Krise“ werden wir von unseren „Mainstream-Medien“ mit anti-russischer Propaganda erfreut, und die Hetze gegen die russische Regierung hat in letzter Zeit teilweise Formen angenommen, die man mit gutem Recht als Kriegs-Hetze bezeichnen kann.

Und – wie könnte es anders sein? – die permanente Falschinformation hat inzwischen bei vielen Zeitungslesern und Fernsehzuschauern ihre Wirkung entfaltet. So gibt es anscheinend tatsächlich viele Deutsche, die glauben, daß Wladimir Putin eine Wiederherstellung der Sowjetunion plane oder die baltischen Staaten und Polen überfallen möchte, daß „die Russen“ die malaysische Boeing abgeschossen hätten und mit Tausenden von Soldaten und hunderten von Panzern in die Ukraine eingefallen seien usw. und daß der Westen in der Ukraine für die „Demokratie“ kämpfe.

Wie konnte es so weit kommen? Hat unsere Presse so versagt? Vielleicht muß man sogar annehmen, daß unsere Presse gerade nicht versagt hat, sondern ihr Ziel erreicht hat: Nämlich ein Feindbild zu malen. Das Feindbild Rußland. Wie das geht? Schauen Sie sich einmal diesen kleinen Film an. Es handelt sich um einen Ausschnitt aus einer Folge der ZDF-Serie „Neues aus der Anstalt“.

„Wenn die Bösen etwas Böses machen, ist es böse. Wenn die Guten etwas Böses machen, ist es gut. Und wir sind die Guten.“

Es gibt Menschen, die mit viel Mühe und viel Geld daran arbeiten, ein solches Bild in unseren Köpfen zu erzeugen. Können wir es schaffen, uns dagegen zu wehren?

Ebenfalls aus der „Anstalt“ ist der folgende Ausschnitt. Gesendet wurde er am 23.09.14. „Deutschland im Medienkrieg.“ Das Lachen bleibt einem im Halse stecken.

Wir wissen, daß wir belogen werden. Und trotzdem scheint es fast unmöglich, sich der Beeinflussung durch die Medien zu entziehen. Daß man uns bezüglich der „Ukraine-Krise“ und der Spannungen mit Rußland nicht die Wahrheit sagt, haben wir irgendwann gemerkt. In vielen anderen Bereichen fällt uns die Manipulation gar nicht auf. Die meisten Menschen in unserem Land scheinen nicht einmal den Versuch zu machen, sich gegen die tägliche kleine Propaganda zu wehren, und ich denke, das ist nur zu verständlich.

Welchen Verführungskünsten der Mächtigen werden Ihre Kinder später einmal ausgesetzt sein? Werden sie weniger empfänglich für Manipulationen sein als wir? Werden sie selbständiger urteilen können? Werden sie mehr Mut und Kraft haben, Widerstand zu leisten? Oder werden sie für die „westlichen Werte“ in den Dritten Weltkrieg marschieren?

Haben Sie selbst darauf irgendeinen Einfluß? Und wären Sie bereit, diesen Einfluß zu nutzen?

Übrigens: Daß „der Westen“ uns belügt, bedeutet nicht automatisch, daß Rußland uns die Wahrheit sagt. 😉  Es gibt natürlich auch russische Propaganda. Aber das ist eine andere Geschichte.