8 Uhr ist zu früh!

Warum beginnt in Deutschland der Unterricht in den Schulen meistens schon um 8 Uhr, und zwar unabhängig von der Jahreszeit? Gibt es dafür irgendwelche pädagogischen Gründe? Oder hat diese frühe Anfangszeit eher damit zu tun, daß viele Eltern ihre Kinder zu bestimmten Zeiten nicht selbst beaufsichtigen können und daß die Lehrer für sich eine bestimmte Arbeitszeit wünschen? Geht es vor allem darum, daß möglichst alle Familienmitglieder gleichzeitig aus dem Haus sind?

Wie unnatürlich und auch schädlich es ist, wenn der Schultag schon so früh beginnt, ist uns eigentlich seit längerem bekannt. Bisher kam es aber leider noch nicht zu durchgreifenden Änderungen. Vielleicht liegt es daran, daß hier die Interessen der Erwachsenen mit den Bedürfnissen unserer Kinder und Jugendlichen kollidieren.

In dem unten verlinkten Artikel, der heute in der Süddeutschen Zeitung erschienen ist, wird gut verständlich und überzeugend erklärt, warum es schädlich ist, Kinder und Jugendliche gegen ihre innere Uhr zur schulischen Leistung zu zwingen.

Wenn Ihnen das Wohl Ihres Kindes wichtig ist und wenn Sie möchten, daß es in der Schule gute Noten bekommt und später eine gute berufliche Karriere machen kann: Wählen Sie eine Schule aus, in der der Unterricht nicht schon um 8 Uhr beginnt, sondern vielleicht eher um 10 Uhr, was vor allem für Jugendliche oft mehr als früh genug ist.

http://www.sueddeutsche.de/bildung/schule-je-spaeter-der-schulbeginn-desto-besser-die-noten-1.3714886

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Wie viel Alkohol in der Schwangerschaft?

Antwort: Null. Nichts. Nothing. Rien. Niente. Zero. Nic.

In Deutschland kommen jedes Jahr ca. 10.000 Kinder mit Alkoholschäden zur Welt, wobei es eine sehr hohe Dunkelziffer gibt, denn der Alkoholkonsum wird von den Müttern häufig verschwiegen und alkoholbedingte Schäden der Kinder werden von den Ärzten oft gar nicht mit dem Alkoholkonsum der Mutter in Verbindung gebracht. Viele der betroffenen Kinder sind ihr ganzes Leben lang schwerbehindert.

Die Schädigung des Kindes durch den Alkoholkonsum der Mutter während der Schwangerschaft wird Fetales Alkoholsyndrom genannt.

Wenn eine schwangere Frau trinkt, erleidet das ungeborene Kind denselben Alkoholspiegel wie die Mutter. Seine Leber ist aber noch nicht gut in der Lage, den Alkohol abzubauen. Die resultierenden Beeinträchtigungen in der Entwicklung des Kindes äußern sich z. B. in einem zu kleinen Gehirn, Hyperaktivität, Muskelschwäche, Epilepsie, Gaumenspalte, Wirbelsäulenverkrümmung und vielen anderen Symptomen. Alkoholkonsum in der Schwangerschaft ist in Deutschland der Hauptgrund für geistige Behinderung.

Alkohol ist für das Ungeborene in jedem Stadium seiner Entwicklung gefährlich, auch in kleinen Mengen, und daß Frauen für ihren Alkoholkonsum eine Fehlgeburt, eine Behinderung oder eine lebenslange Störung ihres Kindes riskieren, ist eigentlich kaum zu glauben. In westlichen Ländern ist aber tatsächlich die Mehrheit der Frauen nicht in der Lage oder nicht willens, während der Schwangerschaft auf Alkohol zu verzichten.

Man sollte meinen, daß alle Frauenärzte ihre schwangeren Patientinnen auf das Thema ansprechen. Leider bleibt das offensichtlich in den meisten Fällen wirkungslos. Wenn sie also schwangere Frauen kennen, die Alkohol trinken: Vielleicht können Sie vorsichtig darauf hinweisen, welche Folgen – neben der akuten Vergiftung – ein solches Verhalten für das Ungeborene hat.

Mehr zum Thema finden Sie z. B. unter https://de.wikipedia.org/wiki/Fetales_Alkoholsyndrom

 

 

Tattoo Dir das nicht an

Es gibt manchmal wirklich alberne Moden. Jeder, der schon einmal Photos aus den 70er Jahren gesehen hat, weiß das. Und jeder, der es geschafft hat, 30 oder 40 Jahre alt zu werden, hat in seiner Vergangenheit merkwürdige Dinge getan, getragen, gesagt, geglaubt, gemocht, gehört… Einfach, weil andere das auch getan haben. Es ist schwer, sich dem Anpassungsdruck erfolgreich entgegen zu stemmen. Vor allem, wenn man jung ist.

Richtig dämlich aber wird es dann, wenn Menschen ihren eigenen Körper entstellen, vergiften oder verstümmeln, weil es zufällig gerade modern ist, vor allem dann, wenn sich diese Veränderungen kaum wieder rückgängig machen lassen. Mode bedeutet ja gerade Wandel, bedeutet, daß Menschen heute etwas gut finden und es in ein paar Jahren nicht mehr mögen. Welche Frau möchte ihr Leben lang täglich dasselbe Kleid tragen?

Lange Zeit war das Tätowieren etwas für die „unteren Schichten“. Man konnte durch ein Tattoo wunderbar zeigen, daß man ein eher wenig gebildeter Mensch war. Erinnern Sie sich noch an die sogenannten „Schlampenstempel“? Dann haben Angehörige der unteren Mittelschichten das Tätowieren für sich entdeckt, erschreckenderweise vor allem die „Damen“welt. Inzwischen kehrt das Tattoo wieder zurück in die Unterschicht.

Daß das Tätowieren für die meisten Betroffenen in unserer Gesellschaft vor allem etwas damit zu tun hatte, daß man nicht in der Lage war, einer ziemlich dummen Mode zu widerstehen, wollen verständlicherweise viele Tätowierte nicht wahr haben und sagen uns, es hätte eher mit dem Ausdruck der eigenen Persönlichkeit oder dem Verarbeiten eines einschneidenden Lebensereignisses zu tun. Wer es nötig hat, seine Persönlichkeit, seinen Schmerz oder seine Überzeugung dadurch zum Ausdruck zu bringen, daß er sich selbst einen solchen dauerhaften Schaden zufügt, hat offensichtlich ein echtes Problem. Werden die Leute in Zukunft ihre Persönlichkeit dadurch zum Ausdruck bringen, daß der eine sich einen kleinen Finger amputieren läßt und der andere stattdessen die Nase?

Vielleicht kennen Sie Tätowierte, die sagen: „Ich finde mein Tattoo aber schön.“ Darum ging es mir nicht. Jeder kann schön finden, was er will. Meine Frage ist eher, wie es kommt, daß Menschen einer bestimmten gesellschaftlichen Gruppe (in diesem Fall die eher „bildungsfernen Schichten“) zu einer bestimmten Zeit Dinge schön finden, die man 20 Jahre früher nicht gemocht hätte und für die man sich 20 Jahre später vielleicht schrecklich schämt und die von anderen Gruppen der Gesellschaft für den Gipfel der Geschmacklosigkeit, für abstoßend und unerotisch gehalten werden. Wie setzen solche Moden sich durch? Welche Rolle spielen dabei bestimmte Trends aus den U.S.A.? Welchen Einfluß haben hier die Medien, allen voran das Fernsehen? Und warum fällt es so schwer, sich zu widersetzen?

Sich tätowieren zu lassen, ist nicht nur eine gute Möglichkeit, seinen Körper zu verunstalten, sondern auch, ihn mit giftigen Chemikalien oder Schwermetallen zu kontaminieren. Ein Tattoo sieht nicht nur schmutzig aus, so als hätte sich jemand nicht richtig gewaschen. Es ist Schmutz. Einige Stoffe sind nur Rußpartikel, andere sind Komponenten von Autolacken, etliche gelten als krebserregend. Keine dieser Farben ist harmlos, und keine hat irgend etwas im menschlichen Körper zu suchen.

Sobald die ersten Tropfen der schädlichen Substanzen gewaltsam in die Haut, dieses wichtige und sensible Organ, eingebracht werden, schaltet der Körper auf Alarm und das Abwehrsystem wird in Gang gesetzt, um die Fremdstoffe zu beseitigen. Das Problem: Die Farbteilchen, die beim Tätowieren verwendet werden, sind für die Abwehrzellen des Körpers zu groß. So bleiben sie in der Haut. Der Körper gibt aber nicht auf, sondern ist noch lange Jahre damit beschäftigt, diese Schmutzstoffe zu bekämpfen. Deswegen sieht ein Tattoo nach einigen Jahrzehnten auch viel blasser aus als zu Anfang.

„Ein Tattoo-Shop ist ein magischer Ort. Er verwandelt eine junge Dame in eine billige Frau.“

Inzwischen gibt es – das liegt in der Natur der Sache – sehr viele Menschen, die es bereuen, daß sie sich haben hinreißen lassen, ihren Körper so zu verletzen und zu verunreinigen. Für sie gilt: Es gibt Hoffnung. Moderne Laser-Technik kann viele Tätowierungen wieder zum Verschwinden bringen. Das geht so: Mit Hilfe eines Laser-Gerätes werden die Schmutzpartikel in der Haut sehr stark, aber nur sehr kurz erhitzt, so daß die eine Seite der Tintenteilchen viel schneller heiß wird als die Rückseite, wodurch die Partikel, die zuvor für das Abwehrsystem des Körpers zu groß waren, zerbersten oder sogar verdampfen. Dadurch können diese viel kleineren Teile von den Abwehrzellen abtransportiert und über die Leber ausgeschieden werden, so wie andere Giftstoffe auch. Nicht alle Farben lassen sich gleich gut entfernen. Schwierig wird es vor allem mit farbigen Tattoos, während schwarze Farben sich relativ gut beseitigen lassen.

Es ist heutzutage möglich, tätowierte Haut wieder zu reinigen. Ein tätowierter Mensch kann wieder frei und schön werden und sein wahres Selbst zeigen.

Schauen Sie mal hier:

 

Sie ahnen es: Das tut weh. Und es kostet Geld. Aber es lohnt sich.

Verpassen Sie nicht den neuesten Trend: Er heißt „Tattoo-Entfernung“.

Wer mich kennt, der weiß, daß ich mich in meinem Studium unter anderem auf die Gesundheitspsychologie spezialisiert habe. Gesundheitsverhalten ist also für mich persönlich ein spannendes Thema.

Schon allein deshalb freue ich mich, daß es in einer unserer Unterrichtseinheiten in den Kursen für Tagesmütter um das Thema Gesundheit geht. Einer der Punkte im Lehrplan heißt „Und wie gesund leben wir selbst?“.

Es ist gut, wenn unsere Kinder lernen, daß unsere Haut nicht so etwas ist wie unsere Kleidung, sondern ein hochkompliziertes und wunderbares Organ, so wie unser Herz oder unsere Augen. Hautärzte sagen: Die wichtigsten zwei Quadratmeter unseres Lebens.

Seien wir unseren Kindern ein gutes Vorbild, indem wir pfleglich und liebevoll mit unserem Körper umgehen.

Gesunde Ernährung in der Tagespflege

Am 13. Februar 2016 wird das Thema der gesunden Ernährung in unserem Seminar in Uetze behandelt werden. Hier schon einmal etwas zur Einstimmung:

Würden Sie freiwillig etwas essen, das so eine Zutatenliste trägt?!

Zutaten ohne

Ich muß Ihnen sagen: Es gibt Leute, die das sogar für Ihre Kinder kaufen! Kaum zu glauben, aber so ist es tatsächlich. Sie geben Ihren Kindern eine solche irrsinnige Menge an Chemie zu essen! Und das nicht nur gelegentlich und ausnahmsweise, sondern regelmäßig.

Was könnte es wohl sein? Darf man das tatsächlich als Nahrungsmittel verkaufen?

Stadtkinder

Sie sitzen den ganzen Tag faul herum und stopfen ungesunde Nahrungsmittel in sich hinein, sind entsprechend übergewichtig und unbeweglich. Viele können kaum noch richtig geradeaus gehen. Es ist erbärmlich. Ein Bild des Jammers. Sehen Sie selbst in diesem Film:

Die Übung an dem Kirchentorbogen sollten Ihre Kinder besser nicht nachmachen. Sonst geht vielleicht noch was zu Bruch.

Von wegen frisch: Immer mehr Eisdielen verkaufen Tiefkühlkost

Berlin (dpo) – Für viele gehört ein leckeres Eis fest zum Sommer dazu. Doch nun warnt die Verbraucher­schutz­organisation Foodwatch: Nahezu alle Eisdielen in Deutschland greifen bei ihrem Sortiment auf Tiefkühlkost zurück. Frisch zubereitetes Eis suchten die Tester meist vergeblich.

„Wer Geld für ein ordentliches Eis in einer Eisdiele oder einem Café ausgibt, erwartet ein frisches Produkt und keinen lieblos aus dem Eisfach gelöffelten Fraß“, erklärt ein Foodwatch-Sprecher. Bei den Tests der Verbraucherschützer mit über 80 Stichproben in ganz Deutschland fiel die Bilanz dagegen ernüchternd aus. „Nicht selten stammt das Eis vom Vortag und wurde durch Kühlung künstlich frischgehalten.“

Besonders unappetitlich: In den meisten Fällen machten sich die Eis-Verkäufer nicht einmal die Mühe, ihre Ware ordentlich aufzutauen, bevor sie an den Kunden kam. „Teilweise waren die Kugeln beim Servieren noch in der Mitte gefroren“, so der Sprecher. „Einfach ekelhaft!“

ssi, dan, fed; Idee: mbe; Foto: CoolR/Shutterstock

via Der Postillon: Von wegen frisch: Immer mehr Eisdielen verkaufen Tiefkühlkost.