Vorsicht, gefährliches Kinderbuch!

Pippi 2

Mögen Sie die Geschichten der schwedischen Kinderbuchautorin Astrid Lindgren? Haben Sie früher auch gern „Die Kinder von Bullerbü“, „Michel aus Lönneberga“ und „Ferien auf Saltkråkan“ gelesen oder als Film gesehen? Und denken Sie, daß sich diese Geschichten auch für die Kinder von heute eignen könnten? Dann geht es Ihnen wie mir.

Auch in ihrem Ursprungsland Schweden erfreuen sich die Bücher von Astrid Lindgren natürlich nach wie vor einer großen Beliebtheit. So auch in der Stadt Borås, wo im September dieses Jahres eine Kindergartengruppe die Stadtbibliothek besuchte und sich dort eine CD mit Geschichten von Astrid Lindgren anhörte. Dies allerdings wurde von jemandem, der das bemerkte, bei der Polizei angezeigt. Das Verbrechen: Es wurde auf der CD eine Geschichte über Pippi Langstrumpf gelesen. Sie erinnern sich vielleicht, was der Vater der Heldin von Beruf war. Richtig: Er war „Negerkönig“. Und wer sich das also anhört oder einer Kindergartengruppe vorliest, riskiert in Schweden eine Strafanzeige.

Wenn Sie Bücher, CDs oder Videos über Pippi Langstrumpf haben oder aus einer Bibliothek ausleihen: Denken Sie daran, daß wir auch in unserem Land vieles nicht mehr sagen „dürfen“ und daß es eine große Menge von Hobby-Denunzianten gibt, die ständig darauf lauern, ihre Mitmenschen bei der Äußerung von „verbotenen“ Gedanken zu erwischen.

Falls Sie etwas Schwedisch verstehen: Den Artikel (vom 3. November) über den angesprochenen Vorfall in Borås finden Sie HIER.

 

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