Wie viel Alkohol in der Schwangerschaft?

Antwort: Null. Nichts. Nothing. Rien. Niente. Zero. Nic.

In Deutschland kommen jedes Jahr ca. 10.000 Kinder mit Alkoholschäden zur Welt, wobei es eine sehr hohe Dunkelziffer gibt, denn der Alkoholkonsum wird von den Müttern häufig verschwiegen und alkoholbedingte Schäden der Kinder werden von den Ärzten oft gar nicht mit dem Alkoholkonsum der Mutter in Verbindung gebracht. Viele der betroffenen Kinder sind ihr ganzes Leben lang schwerbehindert.

Die Schädigung des Kindes durch den Alkoholkonsum der Mutter während der Schwangerschaft wird Fetales Alkoholsyndrom genannt.

Wenn eine schwangere Frau trinkt, erleidet das ungeborene Kind denselben Alkoholspiegel wie die Mutter. Seine Leber ist aber noch nicht gut in der Lage, den Alkohol abzubauen. Die resultierenden Beeinträchtigungen in der Entwicklung des Kindes äußern sich z. B. in einem zu kleinen Gehirn, Hyperaktivität, Muskelschwäche, Epilepsie, Gaumenspalte, Wirbelsäulenverkrümmung und vielen anderen Symptomen. Alkoholkonsum in der Schwangerschaft ist in Deutschland der Hauptgrund für geistige Behinderung.

Alkohol ist für das Ungeborene in jedem Stadium seiner Entwicklung gefährlich, auch in kleinen Mengen, und daß Frauen für ihren Alkoholkonsum eine Fehlgeburt, eine Behinderung oder eine lebenslange Störung ihres Kindes riskieren, ist eigentlich kaum zu glauben. In westlichen Ländern ist aber tatsächlich die Mehrheit der Frauen nicht in der Lage oder nicht willens, während der Schwangerschaft auf Alkohol zu verzichten.

Man sollte meinen, daß alle Frauenärzte ihre schwangeren Patientinnen auf das Thema ansprechen. Leider bleibt das offensichtlich in den meisten Fällen wirkungslos. Wenn sie also schwangere Frauen kennen, die Alkohol trinken: Vielleicht können Sie vorsichtig darauf hinweisen, welche Folgen – neben der akuten Vergiftung – ein solches Verhalten für das Ungeborene hat.

Mehr zum Thema finden Sie z. B. unter https://de.wikipedia.org/wiki/Fetales_Alkoholsyndrom

 

 

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So verbessern Sie schnittweise die Feinmotorik ihres Kindes

Schnittweise? Ja, tatsächlich. Kein Schreibfehler. Es geht wirklich um einen Schnitt, nämlich um das Durchtrennen der Nabelschnur nach der Geburt eines Kindes. Ganz offensichtlich ist es nicht ganz egal, wie bald die Nabelschnur durchtrennt wird.

Schwedische Forscher um Dr. Ola Andersson von der Universität in Uppsala fanden heraus, daß vor allem Jungen einen Vorteil haben, wenn die Nabelschnur erst nach drei Minuten oder später gekappt wird. Sie haben im Alter von vier Jahren tendenziell bessere feinmotorische Fähigkeiten und oft auch ein besseres Sozialverhalten.

Wie kommt das?

Wird die Nabelschnur sehr schnell durchtrennt (in der Studie von Andersson et al. nach spätestens zehn Sekunden), dann bleibt eine größere Blutmenge in der Plazenta zurück, die dem Neugeborenen dann fehlt. Vor allem kann dadurch ein Eisenmangel auftreten. Eisen aber ist entscheidend für die weitere Entwicklung des Gehirns.

Achten Sie also bitte bei Ihrer nächsten Entbindung darauf, daß die Nabelschnur nicht zu früh durchtrennt wird. Dann sollte das Neugeborene vorher aber auch möglichst nicht höher liegen als die Plazenta, damit das Blut auch sicher in die richtige Richtung fließt.

Falls Sie zufällig gerade kein Kind erwarten: Geben Sie die Information gern weiter.

Meine Quellen für diesen Artikel finden Sie HIER und HIER.