Zum Ewigkeitssonntag

O wie lieb ich die Sachen,
Die mit mir spielen!
O wie bunt sind die Kinder,
Die mit mir fliegen!

Sie scheinen mich zu hüten,
Und geben Süßes.
Ich sehe, daß ich glänze,
Und habe Flügel.

Aus „Erscheinung“ von Friedrich Schlegel, der 1772 in Hannover geboren wurde und auch einige Zeit in unserem Pattensen gelebt hat.

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Vorsicht, gefährliches Kinderbuch!

Pippi 2

Mögen Sie die Geschichten der schwedischen Kinderbuchautorin Astrid Lindgren? Haben Sie früher auch gern „Die Kinder von Bullerbü“, „Michel aus Lönneberga“ und „Ferien auf Saltkråkan“ gelesen oder als Film gesehen? Und denken Sie, daß sich diese Geschichten auch für die Kinder von heute eignen könnten? Dann geht es Ihnen wie mir.

Auch in ihrem Ursprungsland Schweden erfreuen sich die Bücher von Astrid Lindgren natürlich nach wie vor einer großen Beliebtheit. So auch in der Stadt Borås, wo im September dieses Jahres eine Kindergartengruppe die Stadtbibliothek besuchte und sich dort eine CD mit Geschichten von Astrid Lindgren anhörte. Dies allerdings wurde von jemandem, der das bemerkte, bei der Polizei angezeigt. Das Verbrechen: Es wurde auf der CD eine Geschichte über Pippi Langstrumpf gelesen. Sie erinnern sich vielleicht, was der Vater der Heldin von Beruf war. Richtig: Er war „Negerkönig“. Und wer sich das also anhört oder einer Kindergartengruppe vorliest, riskiert in Schweden eine Strafanzeige.

Wenn Sie Bücher, CDs oder Videos über Pippi Langstrumpf haben oder aus einer Bibliothek ausleihen: Denken Sie daran, daß wir auch in unserem Land vieles nicht mehr sagen „dürfen“ und daß es eine große Menge von Hobby-Denunzianten gibt, die ständig darauf lauern, ihre Mitmenschen bei der Äußerung von „verbotenen“ Gedanken zu erwischen.

Falls Sie etwas Schwedisch verstehen: Den Artikel (vom 3. November) über den angesprochenen Vorfall in Borås finden Sie HIER.

 

8 Uhr ist zu früh!

Warum beginnt in Deutschland der Unterricht in den Schulen meistens schon um 8 Uhr, und zwar unabhängig von der Jahreszeit? Gibt es dafür irgendwelche pädagogischen Gründe? Oder hat diese frühe Anfangszeit eher damit zu tun, daß viele Eltern ihre Kinder zu bestimmten Zeiten nicht selbst beaufsichtigen können und daß die Lehrer für sich eine bestimmte Arbeitszeit wünschen? Geht es vor allem darum, daß möglichst alle Familienmitglieder gleichzeitig aus dem Haus sind?

Wie unnatürlich und auch schädlich es ist, wenn der Schultag schon so früh beginnt, ist uns eigentlich seit längerem bekannt. Bisher kam es aber leider noch nicht zu durchgreifenden Änderungen. Vielleicht liegt es daran, daß hier die Interessen der Erwachsenen mit den Bedürfnissen unserer Kinder und Jugendlichen kollidieren.

In dem unten verlinkten Artikel, der heute in der Süddeutschen Zeitung erschienen ist, wird gut verständlich und überzeugend erklärt, warum es schädlich ist, Kinder und Jugendliche gegen ihre innere Uhr zur schulischen Leistung zu zwingen.

Wenn Ihnen das Wohl Ihres Kindes wichtig ist und wenn Sie möchten, daß es in der Schule gute Noten bekommt und später eine gute berufliche Karriere machen kann: Wählen Sie eine Schule aus, in der der Unterricht nicht schon um 8 Uhr beginnt, sondern vielleicht eher um 10 Uhr, was vor allem für Jugendliche oft mehr als früh genug ist.

http://www.sueddeutsche.de/bildung/schule-je-spaeter-der-schulbeginn-desto-besser-die-noten-1.3714886

Mehr Schutz für Kinder im Straßenverkehr. Vielleicht…

In Island ist eine interessante Idee umgesetzt worden, mit der Autofahrern geholfen werden soll, Fußgängerüberwege ernster zu nehmen: Dreidimensionale Zebrastreifen, die als dicke Balken aus der Fahrbahn herausragen.

Wie das gehen soll? Nun, die Zebrastreifen sind nur auf die Fahrbahn gemalt, aber so, daß aus der richtigen Perspektive eine verblüffende optische Täuschung entsteht.

Schauen Sie sich das einmal in diesem Video an.

Wäre das eine Maßnahme, die auch bei uns ausprobiert werden sollte? Oder würden solche Zebrastreifen vielleicht eher dazu führen, daß Kinder, die die Fahrbahn überqueren wollen, weniger auffallen und gerade dadurch stärker gefährdet sind?

Der Bus kommt

Der „Free Speech Bus“ ist jetzt auch in Deutschland unterwegs. Seit einigen Tagen reist der hier so genannte „Bus der Meinungsfreiheit“ nach dem Motto „10 Tage 10 Städte für Ehe und Familie“ durch die Lande. Bisher war er in München, Stuttgart, Karlsruhe und Wiesbaden zu Gast. Morgen wird er in Köln Station machen und dann nach Düsseldorf weiterreisen. Am Dienstag, den 12. September, können Sie den „Bus der Meinungsfreiheit“ ab 15 Uhr in Hannover am Trammplatz besuchen.

Was es mit dieser Tour genauer auf sich hat, lesen Sie HIER.

Wenn Kinder und Familie für Sie wichtige Themen sind und wenn Sie etwas für die Freiheit der Meinungsäußerung in unserem Land tun mögen: Vielleicht haben Sie ja Zeit, sich die Aktion anzusehen.

So gefährlich kann „intelligentes“ Spielzeug sein

Eigentlich eine pfiffige Idee: Ein Programm wie SIRI mit einer Puppe oder einem Plüschtier mit Lautsprecher und Mikrofon kombinieren, und schon hat man ein attraktives neues Spielzeug, mit dem Kinder sich fast wie mit einem menschlichen Gesprächspartner unterhalten können. Kein Wunder, daß sich diese Puppen großer Beliebtheit bei Kindern und Eltern erfreuen.

In diesem Video sehen Sie, welche Gefahren mit solchen „intelligenten“ Spielzeugen verbunden sein können, nämlich immer dann, wenn diese sich über Bluetooth mit dem Handy verbinden lassen.