Keine Prinzessin

philosophia perennis

Ein Gastbeitrag von Marko Wild

Ich kenne ein Mädchen, das kürzlich in seinem Sportverein Fasching hatte. Eigentlich wollte es sich als Prinzessin verkleiden. Da es aber befürchtete, die anderen Mädchen würden ebenfalls als Prinzessinnen kommen, verkleidete es sich als Schmetterling.

Hinterher fragte ich, wie es denn gewesen sei. „Schön,“ erwiderte es. „Aber weißt Du was komisch war? Es gab keine einzige Prinzessin. Aber neun Hexen!“

Sie wissen, worauf ich hinaus will. Unsere Kultur hat über weite Strecken ihren Sinn für das Schöne, das Erhabene, das Wertvolle und das Gute verloren. Man könnte tausend andere Belege aufzählen. So lange schon erfreuen sich die Menschen im sogenannten „Werte-Westen“ am Bösen, am Scheußlichen, am Grausamen.

Man gehe einmal in einen x-beliebigen Schreibwarenladen. Meist gibt es da ein Regal mit Trivialliteratur. Man wird keine Probleme haben, dreißig, vierzig „Roman“-Rücken nebeneinander zu erblicken, auf denen die Schlagworte „Mord“, „des Todes“, „Verfluchte“, „Böse“ oder „Schrecken“ dominieren…

Ursprünglichen Post anzeigen 871 weitere Wörter

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