Keine weitere Zusammenarbeit mit der Region Hannover

Die Region Hannover entstand 2001 aus einem Zusammenschluß der Stadt Hannover und der Kommunen des Landkreises Hannover und besteht aus 21 Städten und Gemeinden. In der Region Hannover leben mehr als eine Million Menschen.

Das Jugendamt der Region Hannover ist für die meisten der Kommunen zuständig, einige haben auch eigene Jugendämter.

Seit 2003 haben wir in enger und harmonischer Zusammenarbeit mit der Region Hannover Tagesmütter und -väter ausgebildet, geprüft, fortgebildet und betreut. Hierbei haben wir eine Reihe von engagierten und freundlichen Mitarbeitern des Jugendamtes und der verschiedenen „Familien-Service-Büros“ kennengelernt.

Am 1. März 2016 habe ich völlig überraschend ein Schreiben der Region Hannover erhalten, in dem uns mitgeteilt wurde, daß „mit sofortiger Wirkung“ die Kooperation mit uns beendet wird.

Die eigentlichen Gründe für die Kündigung sind mir bisher nicht ganz klar geworden. Die Begründungen, die in dem Schreiben der Region genannt werden, sind für jemanden, der nicht in einer Behörde arbeitet, nicht leicht zu verstehen.

Es wurde uns nicht vorgeworfen, etwas Unerlaubtes oder Falsches getan zu haben. Aber offensichtlich haben wir gegen eine Regel verstoßen, die wir nicht kannten. Ich vermute, daß auch die anderen Bildungsträger, die hier in der Gegend mit der Ausbildung von Tagesmüttern beschäftigt sind, diese Regel nicht kennen. Einer der Kernsätze in dem Schreiben lautet: „Die Region Hannover kann die öffentliche Verknüpfung politisch gefärbter Inhalte mit gesetzlich erforderlichen Qualifizierungsmaßnahmen, die sie selbst initiiert und fördert, nicht akzeptieren.“

Letztlich geht es darum, daß wir in unserem Blog hin und wieder auf politische Fragen zu sprechen kommen. Das aber ist ja nichts Neues; der Blog und seine Inhalte sind seit langem allgemein bekannt. Bisher mußten wir also davon ausgehen, daß sich niemand bei der Region Hannover daran gestört hat.

Daß die Region uns nicht vorher darauf hingewiesen hat, daß aus ihrer Sicht etwas nicht in Ordnung ist, finde ich unglaublich enttäuschend. Ich verstehe nicht, warum die Mitarbeiter des Jugendamtes, die ich ansonsten sehr schätze, sich nicht mit uns in Verbindung gesetzt haben, um mögliche Mißverständnisse zu klären. Es gab keinerlei Vorwarnung oder ähnliches. Nichts hat jemals auf einen solchen Schritt der Region Hannover hingedeutet. Die ganze Sache ist für mich ziemlich geheimnisvoll und ich weiß noch nicht, was da genau vorgefallen ist.

Nun ja, gegen eine Organisation wie die Region Hannover ist ein einzelner Bürger natürlich hilflos und muß sich der Staatsmacht beugen. Jedenfalls ist nun also unsere Kooperation mit dem Jugendamt der Region Hannover beendet. Es ist uns auch nicht gestattet, den Kurs in Uetze zu Ende zu führen, was uns für die Teilnehmer/innen sehr leid tut, die ansonsten im Juni ihre Abschlußprüfung abgelegt hätten und jetzt ihre Ausbildung bei einem anderen Anbieter beenden müssen.

Bei den Mitarbeitern des Jugendamtes der Region sowie der Jugendämter und Familien-Service-Büros und anderen Verwaltungs-Abteilungen sowie den Bürgermeistern und Ratsmitgliedern in den einzelnen Städten und Gemeinden bedanke ich mich herzlich für die angenehme Zusammenarbeit in den vergangenen 12 Jahren. Ich wünsche Ihnen alles Gute in Ihrem Einsatz zum Wohl unserer Kinder.

Allen Tagesmüttern und -vätern, die einen unserer zahlreichen Kurse besucht haben, sage ich Dank für ihre Teilnahme und wünsche ihnen viel Erfolg und viel Freude in der verantwortungsvollen und schönen Arbeit mit den ihnen anvertrauten Kindern.

Liebe Grüße

Ihr

Hans-Peter Steuer

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5 Gedanken zu „Keine weitere Zusammenarbeit mit der Region Hannover

  1. Lieber Herr Steuer,
    diese schlechte Nachricht tut mir sehr leid für Sie!
    Mir haben Ihre Unterrichtsstunden immer sehr gut geflallen und ich habe auch viel daraus mitgenommen. Wenn es nach mir ginge, sollte die Region sich das nochmal gründlich überlegen und vielleicht einfach die Tagesmütter/ -väter nach ihrer Meinung fragen!?
    Ich wünsche Ihnen für Ihre Zukunft alles Gute und würde mich freuen wenn Sie einen neuen Weg finden uns weiterhin auf Ihre charmante Art in Sachen ‚Tagesmütterei‘ zu unterrichten!
    Alles Liebe wünscht Ihnen Inga

  2. Pingback: Meinungsdiktatur findet ein weiteres Opfer – Bürgerprotest Hannover

  3. Lieber Herr Steuer,

    bedenken Sie, wenn eine Tür zu geht, macht der liebe Gott, zwei andere für Sie auf.
    Wer in der Liebe bleibt, der bleibt in Gott und bekommt immer zur rechten Zeit Hilfe.

    Eine gesegnete und frohe Osterzeit wünscht Ihnen,
    Karola Schrage

  4. Lieber Herr Steuer,
    Sollten irgendwelche politischen Inhalte, die gegen meine eigene Überzeugung waren, verbreitet worden sein, so hätte ich sofort mit dem entsprechenden Dozenten gesprochen. Wenn man aber nicht gesagt bekommt, was man falsch gemacht hat, so kann man es auch nicht ändern oder rechtfertigen. Pädagogisch also eine vollkommen falsche Reaktion. Ich denke, es gab eventuell andere Gründe, die ich mir aber auch nicht denken kann.Es tut mir sehr leid, dass es so gekommen ist. Mir hat die Ausbildung sehr gefallen, ich habe viel gelernt und die Dozenten waren hochkarätige Fachleute.
    Ihnen weiterhin viel Erfolg mit anderen Projekten.
    Marianne Mayer-Lindhof

  5. Lieber Herr Steuer,
    Diese Nachricht zeigt mal wieder das nicht miteinander gearbeitet wird,sondern gegeneinander.
    Eigentlich hatte ich viele Jahre eine gute Zusammenarbeit mit dem Jugendamt.Jetzt zeigt sich wieder einmal das Infos viel zu spät weitergegeben werden.Wir hatten gerade in Hämelerwald einen Elternabend wo die Frage in den Raum gestellt wurde Ganztagsschule oder Hortplätzte zu schaffen.Weil immer mehr Kinder Betreuung brauchen.Ich habe sehr gerne als Tagesmutter gearbeitet und würde es immer wieder machen.Ihre Ausbildung hat mir vor mehr als 10 Jahren sehr gut gefallen ich habe viel bei Ihnen und den anderen Dozenten gelernt.Ich wünsche Ihnen für Ihre weitere Zukunft alles gute und vielleicht glätten sich irgendwann die Gemüter des Jugendamtes und es darf wieder ausgebildet werden.Denn der Bedarf an Kinder Betreuung verschiedenen Altersgruppen ist definitiv gefragt und nötig.

    Danke für die tolle Ausbildung bei Ihnen.

    Liebe grüße Stefanie Jödicke

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