Zur Feier des Tages

Vor 70 Jahren endete für Europa der Zweite Weltkrieg mit dem Sieg über das nationalsozialistische Deutschland. Den größten und entscheidenden Anteil an diesem Sieg hatte die Sowjetunion. Ihre Völker waren es auch, die die meisten Opfer durch diesen Krieg zu erleiden hatten. Schätzungsweise 25 Millionen Bürger der Sowjetunion haben dadurch ihr Leben verloren. Wenn in diesem Jahr wie an jedem 9. Mai der „Tag des Sieges“ gefeiert wird, dann gedenken die Menschen in Rußland und anderen Ländern der ehemaligen Sowjetunion nicht nur eines der bedeutendsten Ereignisse des 20. Jahrhunderts, sondern ehren ihre eigenen Verwandten und Freunde, die ihr Leben für die Verteidigung ihrer Heimat und die Niederschlagung des Faschismus eingesetzt haben.

Eine besondere Bedeutung bekommen die Feierlichkeiten in diesem Jahr zunächst natürlich dadurch, daß es ein „runder“ Jahrestag ist und daß die meisten der noch lebenden Veteranen den 80. Jahrestag in zehn Jahren wohl nicht mehr erleben werden. Zusätzlich aber ist dieser 9. Mai auch deshalb nicht wie in jedem anderen Jahr, weil wir jetzt sehen müssen, wie faschistisches Gedankengut in Europa, besonders deutlich zur Zeit in der Ukraine, um sich greift und daß es außerdem ganz offensichtlich einflußreiche Kräfte gibt, die sich beständig darum zu bemühen scheinen, Rußland in einen neuen Krieg zu zerren.

Deshalb ist es gut, die Gelegenheit zu nutzen, sich daran zu erinnern, welche Opfer die Bürger der UdSSR auf sich genommen haben, um die Welt – so gut es eben ging – vom Faschismus zu befreien. Daß sie auf der anderen Seite auch unter dem Stalinismus zu leiden hatten, ist natürlich kein Grund, die Verbrechen der Nazis zu verharmlosen, sondern sollte diesem Tag sogar noch mehr Bedeutung geben.

Sicher haben Sie von der Gruppe russischer Motorradfahrer gelesen, die anläßlich dieses Tages durch mehrere Länder fahren und an verschiedenen Gedenkstätten die Opfer dieses Kampfes gegen Hitler-Deutschland ehren wollten und von denen einige heute (hoffentlich) auch in Berlin ankommen. Unsere Bundesregierung hat sich ja diesbezüglich unglaublich albern verhalten und versucht, eine Einreise dieser sogenannten „Nachtwölfe“ zu verhindern, indem sie vorher erteilte Visa wieder für ungültig erklärte, so daß nur ein Teil der Gruppe in Deutschland angekommen ist. Man hat seitens „unserer“ Presse auch gleich die Gelegenheit ausgenutzt, um gegen Rußland und die Russen zu hetzen.

Gerade deshalb von mir an alle, die heute in Rußland, in Deutschland und anderswo den „Tag des Sieges“ feiern: Ich gratuliere Ihnen dazu von Herzen und wünsche Ihnen Glück und Gesundheit und einen friedlichen Himmel über Ihren Köpfen.

Und hier noch etwas Musik. Die russische Nationalhymne, vielleicht die schönste Nationalhymne der Welt:

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2 Gedanken zu „Zur Feier des Tages

  1. Vielen , vielen Dank für die Worte die mir so aus dem Herzen sprechen und für schönste Nationalhymne der Welt, auch meine.
    liebe Grüße und nochmals спасибо !!!!!!!

    • Danke schön für den freundlichen Kommentar! Eine nette Überraschung. Es kam ja leider bisher nicht so oft vor, daß jemand meine Beiträge kommentiert. Umso wohltuender ist es, wenn dann unerwartet gleich so etwas Gutes kommt. Ich habe mich sehr gefreut.
      Das „Worthaus“ habe ich heute erst entdeckt und mich sofort darin wohl gefühlt. Vielen Dank für diese wundervollen Texte, Fotos und Filme.

      Herzliche Grüße

      Hapsek

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